Zu unserer Zucht... |
Den 1. Wurf mit unserer Hündin Aisha hatten wir im Februar 2010. Unser Zuchtziel ist ein gesunder, wesenssicherer und leistungsfähiger Hund, der dem Rassestandard und den Vorgaben des FCI/VDH entspricht. Um das Zuchtziel „retrievertypisches Wesen“ zu erreichen, muss man mit seinem Hund an einem Wesenstest und Formwerttest teilnehmen. Ebenso verbindlich sind Untersuchungen am Bewegungsapparat, wie z. B. an der Hüfte und Ellbogen. Diese Erkrankungen sind vererbbar und müssen deshalb von vornherein als gering eingestuft werden, um die Zuchtzulassung zu erhalten. Bei unserer Zuchthündin sowie dem ausgesuchten Deckrüden liegen beste Röntgenergebnisse in diesem Bereich vor. |
| Minimierung der erblichen Erkrankungen von HD und ED |
HD (Hüftgelenksfehlstellung) und ED (Ellenbogenfehlstellung) sind Erkrankungen des Skelettsystems bei Hunden. Der Erbgang bei HD und ED ist polygenetisch, d. h. mehrere Gene der Elterntiere beeinflussen gemeinsam die Ausprägung dieser Erkrankung bei ihren Nachkommen. Auch bei gesunden Elterntieren kann es, nicht nur durch Veranlagung, sondern auch ernährungs- und aufzuchtbedingt zu einer Erkrankung einzelner Welpen kommen. Für den Züchter sind daher die Ergebnisse von HD und ED- Untersuchungen bei der Nachzucht für seine weitere Zuchtplanung von enormer Wichtigkeit. Aber auch ein gut aufgeklärter neuer Besitzer sollte Wert darauf legen zu erfahren, ob sein Junghund HD und ED- frei ist. Die Auswertung dieser unkomplizierten Röntgenuntersuchung gibt Aufschluss darüber, welchen Belastungen man seinen Hund aussetzen kann. Unseren Interessenten erteilen wir deshalb eine umfangreiche und detaillierte Beratung. Um die Ausbreitung der genetischen Dispositonen zu beeinflussen, legen wir großen Wert auf Prophylaxe in Bezug auf die Haltung des Welpen im ersten Lebensjahr. Die Manifestation oder der Schweregrad der Erkrankung kann sehr stark durch eine Verbesserung der Haltungsbedingungen beeinflusst werden. Dies bezieht sich vor allem die Fütterung und die Bewegung des Welpen bzw. des Junghundes. Fütterung: • ab dem 3. Lebensmonat dürfen die Hunde nicht überfüttert werden, d. h. der Gesamtenergiegehalt darf nicht zu hoch sein, Rohprotein sollte bei 22 - 25%liegen • das Zufüttern von Mineralstoffen oder Vitaminpräparaten (außer bei Mangelzuständen) sollte nicht erfolgen. Diese kontrollierte Fütterung wird die endgültige Größe des Tieres nicht beeinflussen, sondern führt zu einer langsameren und gleichmäßigeren Wachstumsgeschwindigkeit. Eine entsprechende Futterempfehlung erhalten Sie von uns bei Abgabe des Welpen. Bewegung: Im Alter von 3 bis 7 Monaten sind die Hunde sehr empfindlich gegenüber jeglicher Überbelastung. Häufig sind männliche Tiere betroffen, die sehr bewegungsfreudig sind und auch normalerweise schneller wachsen als Hündinnen. Oft werden die Junghunde zu früh beansprucht durch lange Spaziergänge oder das Spielen mit älteren und großen Hunden. |
| Der Züchter |
Wir als Mitglied des LCD sind verpflichtet, an einem Züchterseminar mit anschließender Prüfung teilzunehmen, um den hohen Anforderungen einer gesunden Zucht gerecht zu werden. Außerdem haben wir uns umfangreich durch entsprechende Literatur vorbereitet, mit Züchtern und Zuchtwarten und anderen Hundebesitzern offene Fragen besprochen. Wir züchten in unserem neuen Kennel nur mit einer Zuchthündin. Sie suchen sich natürlich nicht wahllos irgendeine Zuchtstätte oder gar einen Hundehändler für Ihren Welpen aus und kaufen auch niemals spontan oder aus Mitleid. Hundekauf ist Vertrauenssache, deshalb stehen Offenheit und Ehrlichkeit bei uns an erster Stelle. Die Zuchtanlage sollte einen sauberen, guten Eindruck machen, der Züchter sollte Sie umfassend über den Welpenkauf beraten. Dabei sollte er Sie nicht zum Kauf drängen. Die Welpen sollten bei Ihrem Besuch munter und nicht scheu auf Sie zukommen und Sie dürfen sie so oft Sie wollen besuchen. |
| Wesen und Charakter eines Labradors |
Der Labrador wird als idealer Familienhund beschrieben, aber Vorsicht – er ist kein Kuscheltier. Es sind gutmütige, anpassungsfähige aber auch sehr bewegungsfreudige Wesen. Aber er braucht wie alle Hunde eine konsequente Erziehung. Wie gut er in Ihr Familienleben passt, hängt von Ihrem Lebensstil ab. Gehören Sie zu den aktiven Menschen, die viel unterwegs sind und dabei den Labrador ausreichend beschäftigen, wird er zum idealen Familienhund. Es gibt für ihn nichts schlimmeres als Langeweile, denn von Haus aus ist er ein Jagdhund. Seine gute Nase, seine leichte Führigkeit, sein ausgeprägter Apportiertrieb und seine hohe Wasserfreudigkeit zeichnen ihn aus. Er wird auch oft aufgrund seiner Fähigkeiten als Blinden- Rettungs oder Lawinensuchhund eingesetzt. Er ist in hohem Maße lernfähig und sehr arbeitswillig. Das sollten Sie sich als neuer Besitzer zu Herzen nehmen und regelmäßig mit dem Tier trainieren, mit ihm spielen, ausgedehnte Spaziergänge oder Radtouren machen. Mit einer Runde um den Block 3 x täglich tun Sie ihm keinen Gefallen, ebenso ungeeignet für einen Labrador ist Zwingerhaltung oder stundenlanges Alleine sein. Wenn möglich sollte das unbedingt vermieden werden, denn es entspricht nicht seinem Wesen. Ein Labrador möchte seinem Besitzer gefallen, möchte gekrault und gestreichelt werden und ist auch gegenüber Fremden nicht scheu oder aggressiv. Als Wach- oder Hofhund kann er daher nicht eingesetzt werden. |
| Passt ein Labrador in mein Leben? |
| Wenn Sie sich für den Erwerb eines Labrador-Welpen entscheiden, bedeutet dies, dass ab dem Tag, an dem der Welpe in Ihrem Besitz ist, nichts mehr so ist, wie es einmal war. Sie haben ab jetzt die Verantwortung für dieses Individuum, für seine Ausbildung, für seine Gesundheit und sein Wohlbefinden. Er möchte vor allen Dingen da sein, wo Sie sind und es ist sein Wunsch, dass Sie möglichst viel mit ihm zusammen unternehmen. Auch wenn man sich einen Welpen als Familienhund anschafft, sollte man seine ursprünglichen Fähigkeiten - das Jagen und Bringen von Wild - nicht außer Acht lassen und ihm weiterhin artgerechte Beschäftigung bieten. Ein Labrador eignet sich vorzüglich als Therapiehund, Rettungshund, Blindenhund, Assistenzhund, um nur einige seiner Vorzüge zu nennen. Wenn sie nun die folgenden Fragen mit „JA“ beantworten können, sind Sie eigentlich der perfekte Labradorinteressent. Es wäre schön, wenn wir Sie dann schnellstmöglich kennenlernen und Ihnen einen passenden Welpen zuordnen können.
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| Die Welpenaufzucht |
Unsere Welpen kommen zunächst in unserem Wohnzimmer in der Wurfkiste zur Welt und bleiben dort die ersten beiden Lebenswochen. Sie wachsen im engen Familienanschluss auf. Ab der dritten Lebenswoche brauchen die Welpen mehr Auslauf, deshalb ziehen sie in unser Welpenzimmer um. Hier in einem hellen von Sonnenlicht durchfluteten Raum können sie direkt in den Gartenauslauf mit verschiedenen Spielgeräten und lernen dort unterschiedliche Bodenbeschaffenheiten kennen. Aber auch im Welpenzimmer haben sie ständig Familienkontakt und werden von uns mit zahlreichen Geräuschen (Fernseher, Staubsauger, Küchengeräten etc.) konfrontiert. Extrem wichtig für die soziale Prägung des Welpen (die bereits jetzt beginnt) ist der menschliche Kontakt, nicht nur vom Züchter. Damit auch Sie einen gesunden Welpen bekommen, werden alle Tiere bis zur Abgabe nach der 8. Lebenswoche mehrfach geimpft, gechipt und entwurmt. Sie erhalten von uns einen internationalen Impfpass, Wurfabnahmebericht der Welpen, Ahnentafel, entsprechenden Futtervorrat und eine Futterempfehlung für die ersten Lebenswochen. Es ist sinnvoll, das von uns ausgesuchte Welpenfutter für die Dauer von ca. 6 Monaten weiter zu verwenden, da eine plötzliche Futterumstellung fast immer zu Verdauungsstörungen führt….und ein gestörter Darm ist anfälliger für verschiedene Infektionen. Mit dem Impfpass erhalten Sie auch eine Impfempfehlung, denn erst nach Abschluss der Grundimmunisierung besteht wirksamer, anhaltender Impfschutz Ihres Welpen (die Wiederholimpfung sollte in der 12. und 16. Lebenswoche erfolgen). |
| Welpenabgabe |
Wir sind sehr daran interessiert, unsere Welpenkäufern so früh wie möglich kennenzulernen.Das macht es uns leichter, die Hundekinder in den ersten 4 - 5 Wochen den jeweiligen Interessenten zuzuteilen, denen wir als Züchter einen Hund anvertrauen wollen. Die Welpenkäufer (auch die Kinder, Großeltern etc. alle, die zukünftig mit dem Hund zusammenleben) können uns jederzeit besuchen und schon eine Bindung zu ihrem neuen Familienzuwachs aufbauen. Wir empfehlen unseren Käufern, eine Decke mitzubringen, die wir hier in unser Welpenzimmer legen. Somit riecht ihr Welpe dann auf dem Nachhauseweg noch die verschiedenen Gerüche seiner Geschwister und fühlt sich geborgener. Bevor die Welpen zu ihren neuen Familien kommen, haben alle schon einmal in einem Auto gesessen und einen kleinen Ausflug gemacht. Somit sind die kleinen Kerle schon mit diesen Geräuschen vertraut, wenn sie dann allein mit den neuen Besitzern die Heimfahrt antreten. Unsere Welpenabgabe erfolgt dann mit einem detaillierten Kaufvertrag. Sollte trotz aller Bemühungen evtl. der Hund zu einem späteren Zeitpunkt nicht mehr in Ihrem Besitz bleiben können, behalten wir als Züchter das Vorkaufsrecht dieses Hundes. |
| Heimfahrt mit dem Welpen |
Nachdem unsere Käufer von uns die Erstausstattung erhalten hat, wird der Welpe dem neuen Besitzer auf seiner Welpendecke auf dem Rücksitz auf den Schoß gelegt. Das sollte immer die Person sein, die später für den kleinen Welpen verantwortlich ist, denn es entsteht jetzt schon eine enge Bindung. Sie sollten unbedingt eine Welpenleine und Halsband mitbringen, das ihr Welpe auf der Heimfahrt trägt. Denn sollte die Autofahrt etwas länger dauern, muss er wahrscheinlich unterwegs „sein kleines Geschäft“ verrichten. |
| Im neuen Zuhause |
Wenn Sie zuhause angekommen sind, zeigen Sie Ihrem Hund seinen zukünftigen Schlafplatz, wo er sich ungestört aufhalten kann. Lassen Sie den Welpen in den ersten Nächten keinesfalls allein. Das kann zu schrecklichen Verlassensängsten führen. Hundekinder sollten in den ersten 6 Lebensmonaten keine Treppen steigen, d. h. Sie müssen ihn gegebenfalls tragen. Gerade der Labrador neigt zu Hüftgelenkserkrankungen, die im Welpenalter durch Treppensteigen entstehen können. (siehe auch Erbkrankheiten der Hüfte und Ellbogen). Beginnen Sie bereits die ersten Tage zuhause mit der Hundeerziehung. Was Sie nicht wünschen, muss ihm deutlich klar gemacht werden. Dabei müssen Sie konsequent sein. Was der Welpe von Anfang an nicht darf, wird er auch später nicht vermissen |
| Verantwortung als Züchter |
Züchter zu sein heißt für uns nicht, dass wir nach Abgabe der Welpen unsere Aufgabe als erfüllt ansehen. Das bedeutet, dass auch wir auch danach jederzeit bei Fragen und Problemen für unsere Hundebesitzer und Hundekinder zur Verfügung stehen. Wir werden den Grundstein für einen gut sozialisierten Welpen legen, auf dem Sie als neuer Besitzer aufbauen können. Dabei wünschen wir Ihnen, dass Sie bei allem, was Sie mit Ihrem Hund erleben werden, genauso viel Freude wie wir empfinden. Genießen Sie wie wir dieses wunderschöne, kameradschaftliche Zusammenleben. |